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Wer sich selbstständig macht, geht meist ein hohes persönliches Risiko ein: Im Fall des Scheiterns des eigenen Unternehmens droht ein sofortiges Abrutschen in das Hartz-IV-System, da viele Selbstständige nicht mehr in die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Seit 2006 ist es Selbstständigen möglich, freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzuzahlen und so versichert zu bleiben.

Die Regelung zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung war zunächst bis Ende des Jahres 2010 befristet, ist aber nun zu veränderten Konditionen verlängert worden. Hierbei haben sich für die Versicherten Änderungen zu ihrem Nachteil ergeben: In ihrer ursprünglichen Form war für Selbstständige die freiwillige Arbeitslosenversicherung wesentlich günstiger als dies bei gleichen Leistungen für Arbeitnehmer der Fall war. Diese Regelung berücksichtigte die schwankenden Einkünfte von Selbstständigen besonders in den ersten Jahren am Markt.

Durch die neue Regelung kommen nur noch bestimmte Gruppen in den Genuss dieser Vorteile: Überdurchschnittlich hoch qualifizierte Selbstständige, die ein entsprechendes Tätigkeitsfeld ausüben, profitieren nach wie vor vom Preis-Leistungs-Verhältnis. Menschen hingegen, die einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen, die keiner speziellen Qualifikation bedarf, müssen mehr bezahlen als ein entsprechender Arbeitnehmer. Die Regierung will damit vermutlich der hohen Zahl an Firmenpleiten gerade solcher Betriebe entgegenwirken bzw. die gesellschaftlichen Folgekosten mindern.

Trotz der Verschlechterung im Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt es für Selbstständige und besonders für Existenzgründer empfehlenswert, sich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiter zu versichern, um das Risiko des Scheiterns zu begrenzen.



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