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Kredite mit geringem Umfang werden allgemein „Mikrokredite“ genannt. Diese vergleichsweise kleinen Geldsummen sind für Existenzgründer interessant, die das benötigte Fördergeld für ihr geplantes Unternehmen nicht durch herkömmliche Banken und andere Kreditinstitute bekommen können. Hohe Anforderungen an die Sicherheit des Kreditnehmers und der Mehraufwand für den klassischen Kreditgeber sind oft Ursachen für eine Absage des Kreditantrags. Infolge der Reaktion auf die wirtschaftlichen Krisen von 2009 versucht die Europäische Union nun Kleinunternehmern mit der Einführung des Mikrokreditmodells zu unterstützen.

Seit der am 8.3. 2010 beschlossenen Initiative des Rates der Europäischen Union werden Mikrokredite in einer Gesamthöhe von 100 Millionen € an Kleinstunternehmer vergeben. Bis zu 25000 € können vom Existenzgründer als Mikrokredit aus Langzeitarbeitslosigkeit beantragt werden. Unternehmer können sich bei ihrer Hausbank oder Sparkasse für einen solchen Kredit bewerben. Der Antrag wird dann zur Europäischen Investitionsbank (EIB) und den Europäischen Investitionsfonds geleitet, welche die Finanzierungsgeber des EU Mikrokreditprogramms sind. Finanziell Betroffene der Wirtschaftskrise sowie Langzeitarbeitslose Existenzgründer werden in diesem Modell besonders angesprochen. Des Weiteren werden Mikrounternehmen, besonders sozialwirtschaftliche Unternehmen, deren Angestelltenzahl weniger als 10 Personen beträgt und deren Jahresumsatz 2 Millionen € nicht übersteigt, an den Krediten beteiligt werden. Eine rechtzeitige Bewerbung um einen Kredit stellt trotzdem die größten Aussichten auf Zusage des Kredites dar, da die Initiative der EU vorerst auf 4 Jahre bis einschließlich 2013 begrenzt ist.

Hintergrund der Einführung des Programms ist die Bekämpfung der europaweiten Arbeitslosigkeit im Zuge der Wirtschaftskrise von 2009 und die Armutsbekämpfung in Europa. Durch die wirtschaftliche Rezession verloren europaweit 3,5 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz. Die EU verspricht sich von der Einführung der Darlehenserleichterung eine Stärkung von Unternehmen, die von der Wirtschaftskrise getroffen wurden und die Arbeitsplätze abbauen mussten. Die wirtschaftliche Bedeutung liegt im Beibehalten von Arbeitsplätzen, dem Schaffen von Arbeitsplätzen und der Förderung von Mobilität von Kleinunternehmen.

Die Einführung der Kleinkredite ist keine Neuerung und folgt den Grundsätzen von wirtschaftlicher Selbsthilfe und Solidarität. Mikrofinanzinstitute wie die Grameen Bank unterstützen Unternehmer in Entwicklungsländern mit Mikrokrediten und fördern somit die lokale Entwicklung der Gewerbetreibenden. Auf diese Weise können Unternehmer wieder konkurrenzfähig und ausbaufähig ihr Unternehmen betreiben. Kleinunternehmer, die negative Auswirkungen der Wirtschaftskrise erfahren haben, sollten gegenüber den Mikrokrediten optimistisch sein und sich bei ihrer Hausbank thematisch erkundigen.



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